Die Nahwärme-Versorgung im Neubaugebiet Mittelösch

  1.  Technik

Im Neubaugebiet Mittelösch haben wir die Möglichkeit, die Abwärme der Kühlung der Früchte Jork GmbH einzufangen und für ein zentrales Wärmenetz im Neubaugebiet zu nutzen.

Dieses Wärmenetz wird die neuen Gebäude mit Raumwärme und Wärme für Warmwasser versorgen.

Die Abwärme wird in einer „Energiebox“, die im Lärmschutzwall entlang der L318 untergebracht ist, bei niedrigen Temperaturen noch aufgeheizt und fährt dann mit konstant mind. 28°C (Sommer wie Winter) über das Leitungsnetz im Wohngebiet in jedes Gebäude.

Unter anderem sind in der Energiebox die Netzpumpe und eine Ausfallsicherheit (= Redundanz) untergebracht.

  • im Gebäude

Jedes Gebäude erhält – dem Wärmebedarf entsprechend – einen Hausanschluss verbunden mit einer entsprechend großen Wasser/Wasser-Wärmepumpe. Die Lage des Hausanschlusses und der Wärmepumpe wird im Vorfeld mit dem Bauherrn abgestimmt.

Die Wärmepumpe ist im Besitz des Bauherren, die Bio-Energie-Isny (BEI) übernimmt während der Vertragslaufzeit Wartungs-/Reparaturkosten und bietet einen 24h-Notfallservice an.

Die Installation des hausinternen Heizkreislaufs obliegt in der technischen und finanziellen Verantwortung dem Bauherrn.

Mit der Netztemperatur von 28 °C kann eine moderne Flächenheizung (Fußbodenheizung oder Heiz-/Kühldecken) die Raumwärme liefern, ohne dass über die Wärmepumpe das hausinterne Heizungssystem nochmals zusätzlich aufgeheizt werden muss. Lediglich für die Bereitstellung und Keimfreiheit des Warmwassers wird die Wärmepumpe benötigt. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen wird die Wärmepumpe zusätzlich für die Raumwärme eingesetzt.

Empfehlungen:

  • Aufgrund der Vorlauftemperatur im Netz empfiehlt es sich, diese Temperatur ganzjährig für die Raumwärme zu nutzen, ohne die Wärmepumpe dazwischen zu schalten. Ebenfalls können Sie im Sommer damit die Räume temperieren/kühlen, sofern Sie entsprechende Vorkehrungen treffen.

Um dies allerdings so effizient wie möglich zu gestalten, empfiehlt die BEI den Einbau von Heiz- /Kühldecken bzw. hocheffizienten Fußbodenheizungen, die mit maximal 28°C Vorlauftemperatur ausreichende Raumwärme schaffen.

  • Um den Stromverbrauch so günstig wie möglich zu halten, empfehlen wir zusätzlich die
    Installation einer PV-Anlage für den Eigenverbrauch.
  • Setzen Sie sich deshalb frühzeitig mit Ihrem Heizungsinstallateur zur Planung des sekundärseitigen (= hausinternen) Heizkreislauf-Systems in Verbindung!
  • Die Vorteile:

Die einheitliche zentrale Wärmeversorgung bringt Ihnen folgende Vorteile:

  • Die BEI garantiert Ihnen einen 24h-Notfalldienst für die Wärmelieferung. Alle Wärmepumpen in den Gebäuden werden über eine Datenfernübertragung rund um die Uhr überwacht.
  • Die vorgesehenen Wärmepumpen sind speziell für die Anwendung im Neubaugebiet Mittelösch von der Firma Simaka in Eglofs entwickelt. Sie ermöglichen über einen Bypass das Heizen der Räume ohne Wärmepumpe. Dies reduziert den Wärmepumpen-Strom enorm.
  • Sie müssen sich weder um die Wartung der Heizquelle noch um die Bestellung, Lieferung und Lagerung eines Brennstoffes kümmern.
  • Durch die zentrale Erzeugung von Wärme aus Abwärme wird wertvolle Primärenergie eingespart und die CO2-Emissionen in Isny reduziert.
  • Die Nahwärmeversorgung im Neubaugebiet Mittelösch wird einen Primärenergiefaktor zwischen 0,1 und 0,3 haben (genauere Angaben folgen nach endgültiger technischer Auslegung), was Ihnen bei der Einstufung Ihres Gebäudes in die KfW-Klassifizierungen und bei Einhaltung der EnEV weitere Vorteile bringt.
  • Sie benötigen keinen separaten Heizraum und keinen Kamin im Haus!
  • Durch den Einsatz von Wasser-/Wasser-Wärmepumpen werden lästige Schallemissionen im Baugebiet wie z.B. bei Luft-Wärmepumpen vermieden.
  • Die Indizierung der Preise der Nahwärme durch offizielle Indizes des Statistischen Bundesamtes verhilft Ihnen zu planbaren Nebenkosten. Sie sind dadurch nicht abhängig von plötzlich steigenden Brennstoffpreisen aufgrund von internationalen Krisensituationen.